1896 Erste Erwähnung eines Zweigvereines des Roten Kreuzes in der Honnefer Volkszeitung
1897

Meldung in der Honnefer Volkszeitung, dass die Satzung des Zweigvereins durch das Zentralkomitee des Roten Kreuzes in Berlin genehmigt worden ist

1901Fünfter Jahresbericht des Zweigvereins Bad Honnef, vom ehemaligen Korvettenkapitän von Holleben, wird in einem Sonderdruck veröffentlicht. Er bleibt noch über ein Jahrzehnt Vorsitzender des Zweigvereins Bad Honnef
1926 Gründung der freiwilligen Sanitätskolonne im Lichtspielsaal des Hotels Rüdesheim. Insgesamt 31 Männer erklärten spontan ihren Eintritt und zum Vorsitzenden wurde Dr. Kesselburg, zum Kolonnenführer Schreinermeister Hans Schreiber und zum Kassen- und Schriftführer Gustav Els gewählt.
1927Anschaffung eines Handkrankenwagens, welcher von zwei Mann bedient werden kann. Im weiteren Verlauf wurden Transportwagen und –schlitten in Dienst gestellt. Die Wache wurde in der Kirchstrasse eingerichtet.
1930Das erste äusserliche Zeichen der Kolonne, eine Standarte, wurde gestiftet. Diese befindet sich noch heute im Besitz des Ortsvereins. 
1933 - 1945Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland wurde das DRK zur staatlichen Reichskörperschaft gemacht und alle anderen Hilfsorganisationen verboten

 

1946Honnefer Bereitschaft erwacht nach dem Krieg zu neuen Leben auf Initiative von Hermann Kramer, der nach dem Rücktritt von Hans Schreiber, sein Amt übernahm. Albert Fuchs wurde sein Stellvertreter. Die Bereitschaft wurde langsam wieder einsatzfähig.
1949Der erste Krankenwagen des Roten Kreuzes Bad Honnef wurde in Dienst gestellt. Der spätere, langjährige Vorsitzende Siegfried Weshoven leistete einen großen Teil bei der Finanzierung des Krankenwagens.
1961Die Bereitschaft Bad Honnef gründet den ersten eigenstaendigen Ortsverein im Rhein-Sieg-Kreis. Nach den ersten Werbungen, beträgt die Mitgliederzahl des eingetragenen Vereins 652.
1968Gründung des Jugenrotkreuzes Bad Honnef durch Klaus Klömpken.
1980

Die strenge Trennung von männlicher und weiblicher Bereitschaft wird aufgehoben und es werden die Gemischte Bereitschaft und die Besondere Gruppe gegründet.

Die Gemische Bereitschaft kümmert sich fortan um den Zivil- und Katastrophenschutz, den Sanitätsdienst, den Krankentransport, die Breitenausbildung und die Altkleidersammlung.

Die Besondere Gruppe sieht ihre Aufgabengebiete im Blutspendedienst, der Senioren- und Behindertenbetreuung und der Betreuung der Altentagesstätte.

Erster Großeinsatz für die Gemischte Bereitschaft bei einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 3 mit 50 Fahrzeugen und über 80 Verletzten und Toten.

1983Einweihung der neuen Unterkunft im Alten Rathaus am Marktplatz in Bad Honnef. Das Jugendrotkreuz zieht in das älteste zivile Gebäude der Stadt Bad Honnef, den Hontes.
1989

Inbetriebnahme eines Krankenwagen hoch/lang der Fa. Miesen Bonn im Wert von 130.000 Mark, welcher durch Spenden und auf Basis eines Leasing Vertrages finanziert worden ist. Besonders Stolz war man, dass zu diesem Zeitpunkt schon ein Tragbares EKG mitgeführt werden konnte.

Versorgung der Übersiedler aus der DDR an den Bahnhöfen Beuel, Remagen und im K-Schutzlager Meckenheim Merl

 

1993Übereichung einer Dankesurkunde der Stadt Bad Honnef, für den selbstlosen Einsatz des Ortsverein beim Jahrhunderthochwasser.
1995Nach dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr, in ihr neues Domizil an der Linzerstrasse, erhält das Rote Kreuz den Zuschlag für die alte Feuerwache und baut diese in Eigenleistung nach ihren Bedürfnissen um.
1999Inbetriebnahme des ersten Rettungswagen des Ortsverein Bad Honnef und Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagen.
2000Zusammenschluss aller Hilfsorganisationen im Rhein-Sieg-Kreis zur einer Krankentransportgesellschaft und Eintritt des Ortsvereins Bad Honnef als Gesellschafter. Im Auftrage der Kreisverwaltung werden Krankentransport, Verlegungen mit Rettungs- und Notarztwagen, sowie  die Spitzenabdeckung des Rettungsdienstes sichergestellt.
2004Neubau einer Katastrophenschutz Unterkunft in der Austrasse. Ausbau des Objektes Bergstrasse zur Rettungswache. 
2005Inbetriebnahme des zweiten Rettungswagen im Ortsverein Bad Honnef.

 

2006Nach 30 Jahren als Gemeinschaftsleiter übergibt Detlev Marenbach an die nächste Generation. Mit Jens Koelzer und Karl Schwippert übernehmen seine langjährigen Weggefährten die Leitung des Ortsvereins.
2008Gleich zwei neue Fahrzeuge kann der Ortsverein in Dienst stellen. Neben einem durch Werbepartner finanzierten Jugend- und Seniorenbus, kann der Ortsverein einen Einsatzleitwagen nun sein Eigen nennen. Außerdem wurde die Katastrophenschutz Unterkunft um eine LKW Halle für den Betreuungs- und Logistikdienst erweitert.
2009Seit mehreren Jahren investiert der Ortsverein in die Ausbildung seiner ehrenamtlichen Helfer. In einem Gemeinschaftsprojekt werden ab diesem Jahr zwei Helfer in der Betriebswirtschaftslehre für Gemeinnützige Organisationen ausgebildet. Außerdem konnten wir zwei Zugführer erstmals zu Verbandsführern, der höchsten Führungskräftenstufe, fortbilden. Ingesamt sind aktuell 7 Gruppen-, 6 Zug- und 2 Verbandsführer ehrenamtlich für den Ortsverein tätig.
2010

Einer der beiden Rettungswagen wurde durch einen neues, rund 140.000 € teures, Fahrzeug ersetzt. Sein Vorgänger geht nach über 6 Jahren täglichen Dauereinsatz in den Ruhestand.

Mit viel Eigenleistung bauten die ehrenamtlichen Helfer das DRK Zentrum bzw. die Rettungswache Bergstr. entsprechend den aktuellen Anforderungen um. So entstanden ein neuer Schulungsraum, welcher zeitgleich auch als Einsatz- und Lagezentrum ausgerüstet werden kann, sowie ein dritter Schlafraum. Außerdem wurden das Fahrdienstbüro und die Einsatzzentrale neugestaltet.

Auslöser des größten Einsatz des Zivil- und Katastrohenschutzes in NRW ist das Unglück während der Loveparade in Duisburg. Die Kräfte der Unfallhilfsstelle DRK Rhein-Sieg, welche von Kräften des Ortsvereins unterstützt wurden, waren eine der ersten Kräfte an der Einsatzstelle im Aufgangsbereich zum Veranstaltungsgelände. Mit den nachrückenden Kräften und den Kräften die am Standort in Bereitstellung geblieben sind, war der Ortsverein mit 35 Einsatzkräften im Einsatz.

2011

Nachdem in den letzten Jahren, vor allem der Betreuungsdienst einen immer größeren Stellenwert im Bereich des Katastrophenschutzes einnimmt, konnte der Ortsverein einen Kühlanhänger mit Hilfe von örtlichen Sponsoren beschaffen. Großschadenslagen und besondere Ereignisse führen die Einsatzkräfte regelmäßig vor große logistische Probleme im Bereich der Kühlung von Lebensmittel und Getränken.

Nach über 145 Jahren schloss das CURA Krankenhaus in Königswinter im Juni 2011 für immer seine Türen. Der Ortsverein organsierte und führte hierbei alleine den Patiententransport während der Umzugstage nach Bad Honnef durch.

Hoher Besuch für den Ortsverein Bad Honnef. Im September besucht der DRK Bundespräsident Dr. Rudolf Seiters den Ortsverein Bad Honnef und überzeugte sich vor Ort von der Leistungsstärke der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

 

2012

Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen der Erweiterung. In vielen ehrenamtlichen Stunden bauten die Helfer neue und größere Schulungsräumlichkeiten sowie mehrere Verwaltungsbüros. Unser Bereitschaftsleiter Jens Koelzer wurde zum Kreisbereitschaftsleiter gewählt und viele Helfer des Ortsverein geben Ihr Fachwissen auf Kreisbebene wieder.

Gleich zwei neue Fahrzeuge konnten die ehrenamtlichen Helfer in ihren Reihen begrüßen. Im Frühjahr konnte ein neuer Mannschaftswagen, welcher mit einer Auffahrrampe und einer seitlichen Trittstufe versehen wurde, in Dienst gestellt werden.

Der Kühlanhänger hatte im Frühjahr während des Helfertages seine erste große Bewährungsprobe. Die BAB 3 musste wegen eines Gefahrgutunfalles für mehrere Stunden gesperrt werden. Unsere Einsatzkräfte verteilten über 300 Portionen Warmverpflegung. Ebenfalls zum Einsatz kam das Krad, welches der Ortsverein Ende des Vorjahres kaufen konnte. Durch den Kradfahrer wurden die teilweise über 40 Staukilometer kontrolliert.

Auszeichnung für das DRK Bad Honnef: Im Rahmen eines Projektes der BHAG wurde alle Teilnehmer von der UNESCO ausgezeichnet.

2013

Das Jahr 2013 begann mit dem Ende einer Ära: Siegfried Westhoven verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand. Als Nachfolger wählten die Mitglieder seinen Sohn Uwe Westhoven und somit war die Übergabe eine "reine" Familiensache. Als Dank für seine großen Verdienste rund um das Rote Kreuz in Bad Honnef, wurde Siegfried Westhoven als Ehrenvorsitzender des Ortsverein gewählt.

Doch das Jahr hatte auch einige Feierstunden für die Helfer im Angebot. 150 Jahre Deutsches Rotes Kreuz wurden ausgiebig gefeiert.

Für besondere Aktionen in der Blutspende sind die Honnefer bekannt. Auch im Jubiläumsjahr war wieder eine Aktion geplant. So konnten die Bundesligabasketballer aus Rhöndorf zum Termin im September begrüßt werden. Jeder Spender erhielt eine Eintrittskarte zum Saisonauftakt und Dragons Coach Boris Kaminski stellte sich höchstpersönlich als Spender zu Verfügung.

2014

2014 begann für den Ortsverein und seine Helfer mit einem traurigen Ereignis. Am 31.02.2014 verstarb Siegfried Westhoven der jahrelange "Motor und Mentor" Honnefer DRK, der immer ein Teil dieses Ortsvereins bleiben wird. Zu seinen Ehren wurde das DRK Zentrum in der Austraße zum "Siegfried-Westhoven-Haus" umbenannt.

War es in den letzten Jahren eher etwas ruhiger um die Verpflegungshelfer gewesen, waren Sie in diesem Jahr umso  mehr gefordert. 15 Einsätze innerhalb eines Jahres sind für die Kräfte des Verpflegungsdienstes Rekord.

Beginn des Um- und Ausbaus des DRK Zentrums "Siegfried-Westhoven-Haus" in Bad Honnef

2015

2015 steht ab Mitte des Jahres im Zeichen des größten humanitären Hilfseinsatzes innerhalb Deutschlands in den letzten Jahren. Mit Beginn der Sommerferien waren die DRK´ler im Dauereinsatz im Rahmen der Flüchlingshilfe. Anfangs in Troisdorf bevor in den nächsten Wochen Niederkassel, Hennef, Königswinter und Bad Honnef um Unterstützung baten. Bis über die Leistungsgrenzen hinaus ging die Einsatzkräfte in der "heißen" Phase der Flüchtlingseinsätze im Rhein-Sieg-Kreis. Erst Mitte September sollte eine deutliche Entspannung der Einsätze im Rahmen der Flüchlingshilfe erfolgen.

Mit dem Umbau des DRK-Zentrums und der Eröffnung des neuen Schulungsraumes stehen den Ausbildern nun zeitgemäße Schulungsräume mit moderner Technik zu Verfügung.

Vor allem durch die Flüchtlingskrise, aber auch den größtenteils in Eigenleistung durchgeführte Umbau, leisten die DRK HelferInnen insgesamt über 25.000 Arbeits- und Einsatzstunden.

 

2016

Das Jahr beginnt mit einer neuen Zeitrechnung im DRK Bad Honnef:

Nach 16 Jahren aktiver Tätigkeit mit unzähligen Einsätzen im Regelrettungsdienst sowie bei Großschadenslagen, übernahm der städtische Rettungsdienst Königswinter zum 01.04.2016 die Aufgaben des Ortsvereins Bad Honnef. Dieser Schritt wurde erforderlich, da sonst regelmäßige europaweite Ausschreibungen erforderlich gewesen wären. Dieses wollte man den hauptamtlichen Kräften im Siebengebirge ersparen und einigte sich auf eine Kommunalisierung des Rettungsdienstes im Siebengebirge. Der Ortsverein wird weiterhin mit seinen Rettungskräften bei Sanitätswachdiensten, Großschadens- und Sonderlagen zu Verfügung stehen, jedoch der tägliche Dienst geht vom Ehrenamt ins Hauptamt der Stadt Königswinter.

Doch keinen Grund für Traurigkeit hatten die Honnefer Rot Kreuzler. Schon Anfang April wurde das neue DRK Zentrum in Bad Honnef feierlich beim 2. Rettungsmeilenfest eingeweiht. So stehen nun zwei neue Schulungs- und Verwaltungsbüros, eine große Einsatzküche sowie neue Jugendräumlichkeiten den Helfern zu Verfügung. Zusätzlich sind am DRK Zentrum ausreichende Parkmöglichkeiten und weitere Stellflächen für Einsatz geschaffen wurden. Ab sofort heißt es, alles unter einem Dach!

2017

Nach dem Wegfall des Rettungsdienstes konzentriert sich der Ortsverein auf den Ausbau des Betreuungs- und Verpflegungsdienstes. Neben dem Kühlanhänger und der stationären Einsatzküche im DRK-Zentrum wurde eine Möglichkeit gesucht, die Verpflegung schnell und unter Einhaltung der hygienischen Vorschriften an den Einsatzstellen auszugeben.

So wurde nach monatelanger Planung in enger Zusammenarbeit mit dem Bonner Fahrzeugausbauer C. Miesen der "alte", nun ungenutze Rettungswagen des Orstvereins zu einer mobilen Verpflegungsausgabe umgebaut. Ein Konzept, welches sich schnell bewährt hat; das Fahrzeug wurde bereits eine Woche nach Fertigstellung zu einem Einsatz im Rahmen eines Großbrandes in der Gemeinde Eitorf alarmiert und fand großen Anklang unter den Rettungskräften und Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis.

2018

Um das Konzept der schnellen Verpflegungszubereitung und -ausgabe weiter zu verbessern und um möglichst autark arbeiten zu können, wurde eine neue Erweiterung des Fuhrparkes auf den Weg gebracht. Aus Spendengeldern und eigenem Kapital konnte ein Materialanhänger beschafft und ausgebaut werden. Dieser kann nun zusammen mit dem Gerätewagen-Verpflegung, einem Mannschaftswagen und dem Kühlanhänger innerhalb von wenigen Minuten nach der Alarmierung zur Einsatzstelle ausrücken.

Durch dieses Gesamtpaket kann ab sofort an jeder Einsatzstelle eine autarke Verpflegungsausgabe mit sämtlicher Infrastruktur wie z.B. Stromversorgung, Schutz vor Wetterverhältnissen, Wasserversorgung und Ruhemöglichkeiten für die Einsatzkräfte errichtet werden. Außerdem wird in dem Anhänger permanent Material zur Errichtung einer Notunterkunft, bei z.B. Evakuierungen, vorgehalten.

2019

2019 begann mit einer Neuerung: Der erfolgreichen Qualitätszertifizierung der Blutspende in Bad Honnef. Als erste Gruppe im Rhein-Sieg-Kreis konnte Brigitte Waßmann und Ihr Team die Urkunde entgegen nehmen.

Erstmals führt der Ortsverein in diesem Jahr mit dem DRK Kreisverband zusammen spezielle Erste-Hilfe-Kurse in Englisch am DRK Standort Bad Honnef durch.

Das Jahr endete mit einer traurigen Nachricht: Kurz vor Weihnachten verstarb unser langjähriges Mitglied Michael Klömpken. Über 40 Jahre war Michael einer der tragenden Säulen im DRK Bad Honnef. Wir zitieren ihn ein letztes Mal: „Was sollen die vielen Worte….. Ich bin dann mal weg“.